Mausartefakte mit Intel-Grafikkarten

Auf Hardware mit Intel-Grafikkarten mit PCI-ID 8086:22b1 treten gelegentlich Artefakte auf. Diese äussern sich in teils wild selbständig umherspringenden Mauszeigern, die häufig auch eine Mausspur hinterlassen. Hier ein extremer Fall:



Neben den hier dargestellten "Mausspuren" kann sich das Problem auch in "Klötzchen" rund um den Mauszeiger darstellen. Gelegentlich treten diese Darstellungsfehler nicht direkt auf dem Linux-Desktop, sondern innerhalb einer RDP- oder Citrix-Sitzung auf.

Grund hierfür ist sehr wahrscheinlich der vom Mate genutzte Windowmanager marco. Dieser enthält im Compositing einen Fehler, der in Version Debian 10 gefixt zu sein scheint. Wir gehen davon aus, dass in einer kommenden (auf Debian-10 basierenden) Version des openthincleint OS dieser Fehler nicht mehr auftauchen wird.

Workaround ab base-2019.1.2

Wird das Compositing von marco abgeschaltet, tritt dieser Fehler nicht mehr auf. Stattdessen kann der Compositor compton genutzt werden. Dieser ist ab base-2019.1.2 enthalten. Um diese beiden Schritte vorzunehmen, legen Sie bitte eine Anwendung vom Typ Kommandozeile an und hinterlegen da drin folgende Befehle:

gsettings set org.mate.Marco.general compositing-manager false; sleep 1; compton

Schalten Sie die Funktion "Autostart" an und blenden Sie die Icons für diese Anwendung aus. Weisen Sie die erstellte Anwendung allen betroffenen Thinclients zu. Nutzen Sie dafür bitte eine Anwendungsgruppe.