FreeRDP

Sowohl Rdesktop als auch FreeRDP sind OpenSource-Anwendungen, die den Zugriff auf Windows Desktops oder Windows TerminalServer erlauben.

Die Anwendung projiziert dabei das Bild (Desktop) der entfernt laufenden Sitzung auf dem Thinclient, und fragt umgekehrt Tastatur & Maus ab und leitet diese an die virtuelle Windows Sitzung weiter.

Hierbei wird das Microsoft RDP-Protokoll verwendet.

 


Um diese Anwendung neu anzulegen, lesen Sie bitte im Abschnitt Anlegen einer Anwendungskonfiguration nach. Einen Quickstart Guide für FreeRDP. Für einen schnellen Einstieg, in dem nur die Minimalkonfiguration beschrieben ist, siehe Artikel FreeRDP Quickstart Guide. Falls Sie nach Einstellungen suchen um die User Experience zu verbessern, siehe Artikel FreeRDP Performance optimieren.

 

Konfiguration


 

ElementWertBeschreibung
Generelle Einstellungen
AutostartJa

Nein

Legt fest, ob die Anwendung bei Start des ThinClients automatisch gestartet werden
soll

Icon ausblenden
(optional)
AuswahllisteWählen Sie hier aus, ob das Anwendungs-Icon im Startmenü und auf dem Desktop angezeigt werden soll.
Benutzerdefiniertes Symbol

(optional)

Text

Tragen Sie den Dateinamen des Symbols ein, diese Datei sollte im Format Icon16x16
oder 32x32 sein

Der Pfad zur Ablage des Icon-Datei lautet
/opt/openthinclient/server/default/data/nfs/root/custom

Nach Beenden der Anwendung

 

 

 

 

Wählen Sie aus, was geschehen soll, wenn die Anwendung beendet wird. Hierbei gilt zu beachten, dass die Anwendung entweder vom User selbst beendet werden kann, oder gegebenenfalls durch äußere Einflüsse (z.B. timeout) beendet wird:

  • Nichts machen
  • Anwendung neu starten

  • Benutzer abmelden (nur sinnvoll, wenn Sie dem Thinclient keine Autologin Komponente zugewiesen haben)

  • ThinClient neustarten

  • ThinClient ausschalten

Anwendungseinstellungen

Serveradresse

IP oder NameGeben Sie die IP-Adresse des TerminalServers oder dessen Netzwerkname
(sofern korrekte DNS-Konfiuration) an
Alternativer Port

(optional)

ZahlSofern serverseitig ein anderer Port eingestellt ist, tragen Sie diese hier ein -
der Standardwert ist 3389
Load-Balance-Info (TSV URL)......
Fehlerdialoge unterdrückenAuswahl
  • Nein: Wenn FreeRDP sich mit einem Fehler beendet, wird ein Dialog zur Fehleranalyse angezeigt.
  • Ja: Wenn FreeRDP sich mit einem Fehler beendet, wird kein Dialog angezeigt.
  • Für bestimme Exit Codes (siehe nächste Zeile): Dies kann z.B. bei Session Roaming sinnvoll sein. Wenn eine Session von einem anderen Arbeitsplatz übernommen wird, dann beendet sich FreeRDP mit Exit Code 5. Anstatt einen Fehler anzuzeigen, kann im diesen Fall direkt der Login Dialog für den nächsten Benutzer angezeigt werden.

Fehlerdialoge für diese Exit Codes unterdrücken

TextEine kommaseparierte Liste von Zahlen, z.B. 5,131
Fenster  
Multimonitor (hat Vorrang, verdeckt alles)
AuswahlFalls Sie diese Option aktivieren, wird FreeRDP über alle angeschlossenen Monitore in Vollbild angezeigt.
Fenstergrösse
Auswahl
  • Vollbild Primärdisplay (erhalte Taskleiste): FreeRDP wird auf dem Primärdisplay maximiert. Die Linux Taskleiste ist weiterhin sichtbar.
  • Vollbild Primärdisplay (verdecke Taskleiste): FreeRDP wird auf dem Primärdisplay maximiert. Die Linux Taskleiste wird überdeckt.
  • Vollbild Sekundärdisplay: FreeRDP wird auf dem Sekundärdisplay maximiert. Das Primärdisplay zeigt weiterhin den Linux Desktop an.
  • Größenagabe aus folgenden Feldern: Fensterbreite und -höhe können in den nächsten beiden Feldern bestimmt werden.
  • Keine Größe erzwingen: Die Platzierung des Fensters dem Window Manager überlassen
FensterbreiteZahlAngabe in Pixel. Nur sinnvoll, wenn im Feld Fenstergrösse der Wert "Größenagabe aus folgenden Feldern" ausgewählt wurde.
FensterhöheZahlAngabe in Pixel. Nur sinnvoll, wenn im Feld Fenstergrösse der Wert "Größenagabe aus folgenden Feldern" ausgewählt wurde.
FarbtiefeAuswahlFalls dieses Feld auf "Automatisch" steht, wird die Farbtiefe des Linux Desktops genommen. Dies ist in den meisten Fällen ausreichend.
Floatbar
Auswahl

  • An: Aktiviert die FreeRDP Floatbar
  • Aus: Deaktiviert die FreeRDP Floatbar
  • Automatisch ausblenden: Aktiviert die FreeRDP Floatbar. Sie erscheint aber nur, wenn sich die Maus am oberen Rand des Bildschirmes befindet.
Verbindungsparameter  
Startverzögerung (in Sekunden)ZahlVerzögert die Anzeige des Anmeldedialoges um die angegebene Zahl in Sekunden.

Zusätzliche Parameter

Text

Tragen Sie hier weitere manuelle Parameter ein, die nicht über direkt über die Management-Optionen ausgewählt werden können.

Für eine Übersicht über alle möglichen Parameter, öffnen Sie auf einem ThinClient ein Terminal (Strg+Alt+X) und führen Sie einen der folgenen Befehle aus:
/opt/freerdp-nightly/bin/xfreerdp


Beispiele:

Drive Redirection

Tragen Sie dann als Manuellen Startparameter folgende Zeile ein
(geben Sie die entsprechend richtigen Pfade an):

/drive:home,/home/user

Netzwerk Verbindungstyp  
SicherheitsprotokollAuswahl
  • Auto (Sicherheitsprotokoll verhandeln): Diese Einstellung verhandelt mit dem Terminal Server das sicherste Protokoll.
  • TLS: Lässt nur Verbindung über das TLS Protokoll zu. Falls der Server das nicht unterstützt, scheitert die Verbindung.
  • RDP: Lässt nur Verbindung über das RDP Protokoll zu. Falls der Server das nicht unterstützt, scheitert die Verbindung.
  • TLS (verwende Windows Anmeldebildschirm): Lässt nur Verbindung über das TLS Protokoll zu. Falls der Server das nicht unterstützt, scheitert die Verbindung. Die Abfrage der Logindaten wird dem Windows Anmeldebildschirm überlassen. Siehe Artikel FreeRDP Quickstart Guide für weitere Informationen.
  • RDP (verwende Windows Anmeldebildschirm): Lässt nur Verbindung über das RDP Protokoll zu. Falls der Server das nicht unterstützt, scheitert die Verbindung. Die Abfrage der Logindaten wird dem Windows Anmeldebildschirm überlassen. Siehe Artikel FreeRDP Quickstart Guide für weitere Informationen.
Prüfe Serverzertifikate
Auswahl
  • Ja: Es wird überprüft, ob das Server Zertifikat von einer offizielen CA ausgestellt wurde.
  • Nein: Das Server Zertifikat wird nicht überprüft.
RDP8 graphische Leistung  
GDI-Modus
AuswahlVerändern Sie diese Einstellung, wenn Sie einen schwarzen Block um den Maus-Cursor haben oder störende Artefakte in Tabellenkalkulationen.
  • FeeRDP Default Einstellung verwenden
  • Hardware
  • Software
Soundausgabe übertragen
AuswahlAktivieren Sie diesen Schalter, falls Sound aus der Windows Sitzung am Thinclient wiedergegeben werden sollen.
Soundeingabe übertragen
AuswahlAktivieren Sie diesen Schalter, falls der Ton von Mikrofonen in die Windows Sitzung durchgereicht werden soll (z.B. für digitales Diktat mit Philips, Grundig oder ProDictate)
Philips Plugin aktivieren
AuswahlDas Philips Plugin leitet die Knöpfe und Tasten von Philips USB Mikrofonen und Fußschaltern in die Windows Sitzung weiter. Philips Geräte werden anhand ihrer USB ID automatisch erkannt. Mit diesem Schalter können Sie das Philips Plugin auch explizit ein- oder ausschalten.
Clipboard übertragen
AuswahlAktivieren Sie diesen Schalter damit die Windows Sitzung und das openthinclient OS das selbe Clipboard verwenden.
Zeige HintergrundbildAuswahl 
nutze Desktop DesingsAuswahl 
nutze FensterdekorationenAuswahlAktivieren Sie diese Einstellung, wenn Sie FreeRDP nicht im Vollbildmodus verwenden wollen.

Schriften glätten

Auswahl 
nutze VerschlüsselungAuswahl 
nutze KompressionAuswahlAktivieren Sie diesen Schalter und die Netzwerklast zu verringern. Dafür steigt die CPU Auslastung auf dem Thinclient.
Aktiviere asynchrone Bildupdates
AuswahlAktivieren Sie diesen Schalter bei WAN Verbindung. Wenn dieser Schalter aktiviert ist, werden Mausclicks bereits registriert bevor der Bildaufbau abgeschlossen ist.
Tastatur LayoutAuswahlWählen Sie hier Ihr Tastatur-Layout aus.
USB Datenträger Weiterleitung
AuswahlAktivieren Sie diesen Schalter um USB Datenträger in die Windows Sitzung mitzunehmen. Siehe auch FreeRDP USB Datenträger Weiterleitung für weitere Informationen und Troubleshooting.
Smartcard Weiterleitung
AuswahlAktivieren Sie diesen Schalter um Smartcard Lesegeräte in die Windows Sitzung weiterzuleiten.
USB Geräte Weiterleitung (Liste USB IDs)
Text

Eine kommaseparierte Liste von USB IDs. Z.B.: 2133:0001

Lesen Sie mit folgendem Befehl die USB-ID der angeschlossenen Geräte aus:

tcos@testclient:~$  lsusb

Es erscheint ein Ausgabe ähnlicher dieser:

Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0003 Linux Foundation 3.0 root hub
Bus 001 Device 004: ID 1a2c:0c21 China Resource Semico Co., Ltd
Bus 001 Device 003: ID 045e:0040 Microsoft Corp. Wheel Mouse Optical
Bus 001 Device 008: ID 2133:0001 SignoPad Sigma

COM Port Weiterleitung
  
COM1/2/3AuswahlErmöglicht die Weiterleitung von bis zu drei seriellen Anschlüssen.
Die Anschlussnamen /dev/ttyS0-2 bezeichnen die seriellen Anschlüsse am Thinclient.
Die Anschlussnamen /dev/ttyUSBS0-2 bezeichnen die evtl. angeschlossenen seriell zu USB Adapter.
RFX/GFX Einstellungen (optional)
  
RFX nutzen
AuswahlAktiviert RemoteFX auf Windows Versionen, die älter als Windows Server 2008R2 sind.
GFX Einstellungen
AuswahlSiehe Artikel FreeRDP Performance optimieren.
Anmeldung (optional)  
AuthentifizierungAuswahl
  • Zeige Login Dialog / Nutze untenstehende Zugangsdaten (default): Der Benutzer wird nach sinen Login Daten gefragt, falls die Felder Domäne, Benutzer und Passwort nicht ausgefüllt sind. Falls nur das Domänen Feld ausgefüllt ist, wird es als default Domäne verwendet.
  • Single sign-on aktivieren: Siehe Artikel Autologin, User-Anmeldung und Single-sign-on.
  • Zeige Login Dialog inkl. Server Addresse: Der Benutzer muss/kann neben seinen Login Daten auch die IP Adresse oder den Hostnamen des Terminal Servers angeben.
Domäne, Benutzer, PasswortTextTragen Sie hier die Anmeldedaten des Benutzers ein. Diese werden dann beim Start von FreeRDP direkt der Anwendung übergeben.

Wenn Sie keine Anmeldedaten eintragen, erscheint ein Login Dialog am Thinclient.

RDGateway  
Verbindung über RD Gateway
AuswahlAktivieren Sie den Schalter, falls Sie sich über einen RD Gateway verbinden wollen.
Gateway Adresse
TextHostname oder IP Adresse des Gateway Servers
Authentisierung
Auswahl
  • Terminal Server Zugangsdaten verwenden: Es werden die selben Zugangsdaten verwendet, wie für den Terminal server.
  • Nutze Zugangsdaten aus den nächsten drei Feldern
  • Gateway Zugangsdaten erfragen: Der Benutzer muss in einem Dialog die Zugangsdaten manuell angeben.
Domäne
TextFüllen Sie dieses Feld aus, falls sie weiter oben die Einstellung Nutze Zugangsdaten aus den nächsten drei Feldern gewählt haben.
BenutzerTextFüllen Sie dieses Feld aus, falls sie weiter oben die Einstellung Nutze Zugangsdaten aus den nächsten drei Feldern gewählt haben.
PasswortTextFüllen Sie dieses Feld aus, falls sie weiter oben die Einstellung Nutze Zugangsdaten aus den nächsten drei Feldern gewählt haben.